Nachdem zahlreiche neue Wahlumfragen veröffentlicht wurden, ist es auch hier Zeit für ein Update. Betrachten wir zunächst alle vier Umfragen aus dieser Woche. Zusammengefasst und gemittelt ergeben sich folgende Werte für die Parteien:
CDU: 31,0 %
SPD: 37,4 %
Grüne: 10,8 %
FDP: 5,5 %
Linke: 3,5 %
Piraten: 8,9 %
Sonstige: 3,0 %
Zum Vergleich die Werte aus der Kalenderwoche 15/16 (4 Umfragen):
CDU: 31,5 %
SPD: 38,0 %
Grüne: 11,3 %
FDP: 3,8 %
Linke: 3,3 %
Piraten: 9,0 %
Sonstige: 3,0 %
Deutlich wird, dass die FDP stark zugelegt hat, während die anderen Parteien leicht verlieren oder stagnieren. Dennoch sind CDU und FDP zusammen schlechter, als die SPD alleine. Eine Schwarz-Gelbe Koalition scheint mehr als unwahrscheinlich. Womöglich wechseln momentan einige Wähler von der CDU zur FDP, da ihr Spitzenkandidat Christian Lindner mehr zieht als der nüchterne Norbert Röttgen. Als einzige Regierungsoption bliebe für die CDU die große Koalition als Juniorpartner.
Das wollen die Grünen verhindern und momentan sieht es gut aus, denn zusammen mit der SPD haben sie eine Mehrheit von 48,2 % der Stimmen gegenüber CDU, FDP und Piraten mit 45,4 %. Die Zeichen stehen auf einer Fortsetzung der erfolgreichen Rot-Grünen Regierungskoalition.
Interessant ist auch ein Vergleich aller Umfragen seit Februar 2012 (16) mit dem Wahltippspiel von wahlrecht.de mit mehr als 2500 abgegebenen Tipps. Die Umfragen ergeben folgendes Bild:
CDU: 32,3 %
SPD: 37,0 %
Grüne: 12,3 %
FDP: 3,8 %
Linke: 3,8 %
Piraten: 7,6 %
Sonstige: 3,2 %
Und die Tipper von wahlrecht.de sehen es so:
CDU: 32,3 %
SPD: 36,3 %
Grüne: 10,8 %
FDP: 5,1 %
Linke: 4,2 %
Piraten: 8,2 %
Sonstige: 3,2 %
Es wird deutlich, dass die Umfragen und die Tipps ähnliche Werte für CDU, SPD, Linke, Piraten und Sonstige zeigen. Lediglich bei Grünen und FDP gibt es deutlichere Schwankungen. Die Tipper scheinen schön länger damit gerechnet zu haben, dass die FDP wieder erstarkt und realistisch um den Wiedereinzug in den Landtag kämpft. In den Umfragen ergab sich dieses Bild erst vor kurzem, sodass im Mittel noch von einem deutlichen Scheitern an der 5-Prozent-Hürde ausgegangen wird.