Ein Klimawald für Euskirchen? – Mitstreiter gesucht

Im Rahmen des Mentorings der Heinrich-Böll-Stiftung NRW  soll jeder Mentee versuchen, ein eigenes Projekt zu verwirklichen. Seit September hatte ich nun Zeit, mir ein Projekt zu überlegen. Von vornherein habe ich mir vorgenommen, dass es etwas mit Klimaschutz zu tun hat. Viele Ideen kamen und wurden zusammen mit meiner Mentorin Wibke Brems wieder verworfen, da nicht realisierbar. Letztendlich haben wir uns dafür entschieden, einen Klimawald für Euskirchen anzuregen (und hoffentlich auch zu verwirklichen) und als meinen Beitrag des Mentorings zu sehen.

Ein Klimawald für Euskirchen? Was ist das überhaupt? Hier einige Fakten:

Ein Klimawald ist ein künstlich angelegter Wald mit an den Standort angepassten Bäumen. Er soll die Klimabilanz der Region verbessern, je nach Lage z.B. auch für ein besseres Stadtklima sorgen und gleichzeitig als Erholungsort dienen. Auch wenn er nur klein ist, so trägt solch ein Klimawald aber auch zur Stabilisierung des globalen Klimas bei. Denn viele kleine Maßnahmen ergeben zusammen eine große Wirkung.
Angedacht ist, dass Privatpersonen und Unternehmen Bäume erwerben können und dafür ein Zertifikat oder eine Urkunde erhalten. Dort könnte dann beispielhaft beziffert werden, um wieviel kg CO2 der Baum die Atmosphäre pro Jahr entlastet. Im Rahmen eines großen Pflanztages werden dann alle gestifteten Bäume eingepflanzt. Wenn ein Klimawald gewachsen ist und einige Jahre besteht, könnte er auch für touristische Zwecke genutzt werden, wie dies beispielhaft in Mecklenburg-Vorpommern geschieht.

Zur Umsetzung meiner Idee suche ich nun engagierte Mitstreiter. Die erste Idee ist da, aber es steht noch viel Arbeit an (Sponsoren, Grundstück, Werbekampagne …). Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, meldet sich bitte unter post@sebastianschubert.eu bei mir.

Starttreffen des Mentoring-Programms

Am vorigen Samstag fand im Unperfekthaus (Künstlerhaus, sehr zu empfehlen) in Essen das Starttreffen des Mentoring-Programms 2010/2011 der Heinrich-Böll-Stiftung NRW statt. Erstmalig trafen die Mentee und MentorInnen aufeinander, die in den nächsten neun Monaten gemeinsam in ihrem Tandem ein Projekt verwirklichen wollen.
Meine Mentorin ist Wibke Brems, Landtagsabgeordnete der Grünen und energiepolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. Da sie am Samstag aus wichtigem Grunde verhindert war, findet heute unser persönliches Starttreffen im Landtag statt.

Weitere Berichte (auch über mein Projekt) werden folgen.

Cross-Mentoring-Programm: vielfältig /// gerecht

Ich habe mich zu Beginn des Jahres für das diesjährige Mentoring-Programm der Heinrich-Böll-Stiftung in Nordrhein-Westfalen beworben und habe vor kurzem eine Zusage für einen der maximal 15 Plätzeerhalten. Von September 2010 bis März 2011 werde ich eine Mentorin an die Seite gestellt bekommen, um eine Projektidee zu verwirklichen. Beworben habe ich mich mit dem Schwerpunkt Energie und Klimawandel in der Stadt Euskirchen. Wie das Projekt letztendlich aussehen wird, wird auf der Auftaktveranstaltung am 04. September in Essen erarbeitet.

Nachfolgend eine Beschreibung des Mentoring-Programms:

Die Strukturen politischer, gesellschaftlicher und sozialer Beteiligung sind heute häufig männlich dominiert, bzw. geschlechtergetrennt. Das Mentoring der Heinrich Böll Stiftung NRW durchbricht die Ein- und Aufstiegsstrukturen entlang von Geschlechtern, Herkunft, Alter und Milieu. Ebenso braucht lebendige Demokratie Netzwerke. Das Mentoringprogramm fördert Kooperationen zwischen Vereinen, Verbänden, Nichtregierungsorganisationen und Parteien. Wir stehen konsequent für Vielfalt und Gleichberechtigung! Projektbezogenes Engagement vor Ort bildet das Herzstück des Programms.

Mentoring schafft transparente Netzwerke.
Mentoring entfaltet die Fähigkeiten der TeilnehmerInnen und bietet Fortbildung.
Mentoring ist die Förderung von Nachwuchs jenseits der tradierten Strukturen.

vielfältig: Das Programm bringt bewusst Menschen in verschiedenen Lebenssituationen zusammen. Das Cross-Mentoring – soweit gewollt – bietet die Möglichkeit Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
gerecht: Das Programm ist nicht nur für Frauen, wendet sich jedoch klar gegen die Dominanz von Männern und männlichem Verhalten in der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Bewusstes Umgehen mit Geschlechterverhältnissen ist Leitlinie des Mentorings.

Tandems als Kernstück:
Das Herzstück des Programms bildet die persönliche Kommunikation zwischen Mentee und MentorIn. Dieses sogenannte Tandem steht in regelmäßigem Kontakt zueinander.

Rahmenprogramm
Die Heinrich Böll Stiftung NRW gibt dem Mentoringprozess der Tandems einen Rahmen. Drei Workshops, regionale Treffen, Besuche der Landespolitik und das Seminarprogramm der Stiftung bieten vielfältige Fortbildung- und Vernetzung Das Tandem

Im Tandem werden politisch noch wenig erfahrene Mentee in ihrer politischen, gesellschaftlichen oder sozialen Entwicklung von einer/einem erfahrenen MentorIn unterstützt. Im Focus der Beziehung stehen das Projekt der Mentee und die persönliche Entwicklung der Mentee. Ein besonderes Merkmal dieser Beziehung: sie steht außerhalb eines hierarchischen Abhängigkeitsverhältnisses.

Mentee
EinsteigerInnen in Politik und Zivilgesellschaft jeden Alters
Frauen/Männer am Beginn des Berufslebens
„WiedereinsteigerInnen“ nach der Familienphase
QueersteigerInnen zwischen den Gruppen

wollen etwas erreichen; haben einen gewissen politischen/gesellschaftlichen Plan; wollen ein Thema in ihrem Zusammenhang nach vorne bringen oder Strukturen in ihrer Gruppe bereichern oder verändern.
Sie begreifen Unterschiede zwischen Frauen und Männern als produktiv.
Sie sind engagiert und haben eine/suchen sich eine Bezugsgruppe.
Sie sind grün oder wollen grüne Politik kennenlernen.
Sie gehören einem Verein/Verband, einer NRO an oder wollen dieseN kennenlernen.
MigrantInnen bereichern das Netzwerk!

Mentorinnen und Mentoren
Ratsfrauen und Männer mit langjähriger Erfahrung, SprecherInnen, Ausschussvorsitzende, BürgermeisterInnen oder DezernentInnen
KoordinatorInnen und SprecherInnen in Vereinen/ Verbänden und NRO.
MentorInnen müssen Zeit haben, zu Start- und Abschlusstreffen zu kommen, die Mentee mehrmals persönlich zu treffen und je nach Vereinbarung regelmäßig ansprechbar zu sein.
Die besonderen Erfahrungen von MigrantInnen bereichern auch hier!

Wer mit wem?
Frauen mit Frauen, Männer mit Frauen, Frauen mit Männern, unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft, wo gewollt auch aus unterschiedlichen Organisationen. Notwenig ist der Erfahrungsvorsprung der Mentorin/des Mentors. Die Wohnort- oder Arbeitsnähe des Tandems ist wichtig.

Das Rahmenprogramm:

Starttreffen – Samstag, 4. September 2010 im Unperfekthaus in Essen
Wie gelingt der Mentoringprozess? – Tandems schließen ihre Verträge, geben sich Regeln, entwickeln die Grundzüge des Projektes/des gemeinsamen Vorhabens.
Wie gelingt das Projekt? – Kurzes Projektmanagement für die Mentee. Einführung in Beratung für MentorInnen.
Geschlechterverhältnisse – was heißt das für das Mentoring?

Zwischentreffen der Mentee untereinander – Januar 2011
Vorstellung der Projekte und thematische Diskussion. Themenbeispiele: Umgang mit Macht, Work-Life-Balance, Durchbrechen von etablierten Strukturen, Netzwerken.

Abschluss und Ehrung – Mai 2011
Präsentation ausgewählter Projekte, Resümee und Feedback. Ehrung der Tandems, die erfolgreich die gesteckten Ziele erreicht haben – mit anschließendem Empfang.

Regionalvernetzung:
Mindestens ein regionales Vernetzungstreffen wird in Kooperation mit den Regionalbeauftragten der Heinrich Böll Stiftung NRW veranstaltet. Mögliche Inhalte: Regionale Beteiligungsmöglichkeiten, Kontaktbörsen, Vernetzung.

Landesebene:
Verabredungen auf landesweiten Veranstaltungen der Partei/Fraktion/Stiftung/Vereinen/Verbänden und NRO. Shadowing bei Landtagsabgeordneter/-abgeortnetem, VerbandsprecherInnen.