Zusammenfassung der Wahlumfragen II

In dieser Woche sind drei Wahlumfragen, darunter die von Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen, veröffentlicht worden. Die beiden großen Institute werden vor der Wahl keine neue Umfragen mehr starten. Es wird betont, dass die Umfragen lediglich den derzeitigen Trend wiedergeben und nicht als Prognose für den Wahlausgang zu sehen sind.

Wenn wir aber genau dies annehmen und die drei Umfragen kumulieren, dann ergibt sich folgendes Bild:

CDU: 37,2%
SPD: 33,2%
Grüne: 11,0%
FDP: 7,7%
Linke: 5,8%
Sonstige: 5,2%

Mit kleineren Abweichungen ähnelt diese gemittelte Prognose der Zusammenfassung aller Wahlumfragen seit dem 22.01.2010 (ohne die drei neuesten Umfragen).

Koalitionstechnisch ergibt sich folgendes Bild:

CDU/FDP: 44,9%
SPD/Grüne: 44,2%

Sowohl Schwarz-Gelb als auch Rot-Grün werden höchstwahrscheinlich keine absolute Mehrheit finden, da die Linkspartei aller Voraussicht nach in den neuen NRW-Landtag einziehen wird.

CDU/Grüne: 48,2%

Auch das viel diskutierte Schwarz-Grüne Bündnis würde nach derzeitigem Stand keine Regierungsmehrheit zu Stande bekommen und würde als Koalitionsoption wegfallen. Demnach bleiben als Koaltionen nach der Wahl entweder die Große Koaltion oder ein Dreierbündnis.

CDU/SPD: 70,4%
SPD/Grüne/Linke: 50,0%
SPD/Grüne/FDP: 51,9%
CDU/Grüne/FDP: 55,9%

Die Große Koalition hat natürlich eine komfortable Mehrheit. Zwar wurde bisher über die Option öffentlich wenig bis gar nicht diskutiert, jedoch hat sie ihren Reiz. Die SPD würde in ihrem Stammland wieder in die Regierungsverantwortung kommen. Es ist aber davon auszugehen, dass es an der Basis zunächst erheblichen Widerstand gegen diese Konstellation mit der SPD als Juniorpartner der CDU geben wird. Es wäre spannend zu sehen, ob Hannelore Kraft das Bündnis durchsetzen könnte oder nicht.
Die Ampel-Koaltion würde zwar über 50% der Stimmen erreichen, ist aber nach derzeitigem Stand, sehr unwahrscheinlich. Ebenso die Jamaika-Koalition (55,9%), denn dieser haben die Grünen eine klare Absage erteilt.
Rot-Grün-Rot steht laut Prognose auf der Kippe, denn die drei Parteien vereinen genau 50% der Stimmen aufeinander. Durch kleinere Schwankungen kann es für eine Mehrheit reichen oder eben auch nicht. Auch hier hängt die Koalition vom Verhalten der SPD ab, die sich weder klar gegen diese Koalitionsmöglichkeit, noch klar dafür ausgesprochen hat. Die Grünen sind grundsätzlich zu Gespärchen bereit.

Nach der Analyse steht für mich fest: Die Wahl wird spannend, eine klassische Koalition scheint ausgeschlossen. Womöglich kommt es zu Schwarz-Grün, aber die beiden Varianten mit der höchsten Wahrscheinlichkeit sind einerseits die Große Koalition und andererseits das Linksbündnis.

Ich persönlich würde dann das Linksbündnis präferieren, gehe aber davon aus, dass es zu einer Großen Koalition in Nordrhein-Westfalen kommt. Vielleicht schafft die SPD ja noch ein paar Prozentpunkte mehr und kann stärkste Partei werden. Dann wären wir wenigstens Jürgen Rüttgers los.

Zusammenfassung der Wahlumfragen

Ich habe mir die Mühe gemacht und alle NRW-Sonntagsfragen seit dem 22.01.2010 zusammengefasst. In dieser gemittelten Prognose ergibt sich folgendes Bild:

CDU: 37,9%
SPD: 33,1%
Grüne: 11,6%
FDP: 7,4%
Linke: 6,0%
Sonstige: 4,0%

Durch die längerfristige Sicht sind natürlich keine Auf- oder Abwärtsbewegungen erkennbar. Alle Umfragen haben jedoch gemeinsam, dass die CDU stärkste Partei wird. Die SPD folgt mit einem mal mehr und mal weniger großen Abstand an zweiter Position. Unter den kleinen Parteien führen die Grünen mit deutlichem Abstand, FDP und Linke liefern sich möglicherweise ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Betrachtet man nur die bisherigen Wahlumfragen aus dem April, so ergeben sich für die Partein folgende Schwankungsbreiten in der Wählerzahl:

CDU: 37,5 – 39%
SPD: 32 – 36,8%
Grüne: 9 – 12,8%
FDP: 5,1 – 8%
Linke: 4,8 – 6%
Sonstige: 2,9 -5%

Die CDU scheint sich, ebenso wie die Linke, bei einer relativ konstanten Wählerzahl einzupendeln. SPD, Grüne und FDP verzeichnen größere Schwankungen. Der Wahlausgang scheint so völlig offen. Das Pendel kann zu beiden Seiten ausschlagen, wobei derzeit keine eindeutige Richtung erkennbar ist.

Aber vielleicht bringt ja das morgige TV-Duell (Kraft vs. Rüttgers, 20:15 Uhr, WDR) den Wählern etwas mehr Klarheit.

Wahlkreisprognose zur Landtagswahl IV

Die neue Prognose von election.de sieht keine großen Veränderungen in den NRW-Wahlkreisen. Die CDU würde demnach 69 Direktmandate erringen und die SPD käme auf 59.

In der neuesten Sonntagsfrage von infratest dimap ergibt sich folgendes Bild:

CDU 38%
SPD 34%
Grüne 12%
FDP 7%
Linke 6%

SPD und Grüne liegen somit mit 46% zu 45% vor CDU und FDP. Der Wahlausgang bleibt weiter spannend. Es lässt sich jedoch seit einiger Zeit eine deutliche Tendenz der SPD nach oben erkennen.

Zur Wahlkreisprognose

Zum NRW-Trend

7. Akt Der Zukunft beraubt: Schwarz-Gelb plündert bei Land, Städten und Gemeinden.

• Mit Wahlversprechen „Haushaltskonsolidierung“ und „Blühende Landschaften“ grandios gescheitert

• Höchster Schuldenberg von über 130 Milliarden Euro trotz Rekordeinnahmen

=> Schwarz-Gelb sorgt für Handlungsunfähigkeit

• Zuschüsse für Busse und Bahnen massiv gekürzt

• Kindergartenbeiträge stark angehoben

• Rüttgers/Pinkwart entziehen Städten und Gemeinden mehrere Milliarden Euro

• Schwarz-gelbe Steuergeschenke im Bund führen zu weiteren Milliardenausfällen und höheren Gebühren

• Städte und Gemeinden in Rekordverschuldung getrieben

• Nur noch 44 Städte und Gemeinden haben ausgeglichene Haushalte

=> Schwarz-Gelb verschärft die Spaltung in arme und reiche Kommunen

• Kommunen dürfen sich nicht mehr ausreichend wirtschaftlich betätigen

• Mittelstandsfreundliche Sparkassen sollen dem Casino-Kapitalismus geopfert werden

=> Schwarz-Gelb verhindert kommunale Konjunkturanreize

• Schwimmbäder, Schulen und Kindertagesstätten verrotten

• Bibliotheken, Th eater und soziale Einrichtungen werden geschlossen

=> Sozial und kulturell lebenswerte Städte veröden

6. Akt Die Maske fällt: Schwarz-Gelb lässt die Schwächsten im Regen stehen.

• Schwarz-Gelb gegen kostenlose warme Schulmahlzeit für alle Hartz-IV-Kinder

=> Zehntausende Kinder ohne tägliches warmes Mittagessen

• Förderung der Arbeitslosenzentren gestrichen: 37 Zentren geschlossen

• Hilfe für Wohnungslose massiv gekürzt

• Förderung neuer Wohn- und Pfl egeformen gekürzt

• Drogenhilfe um 28 Prozent gekürzt

• Nichtraucherschutzgesetz völlig unzureichend

• Kaum Initiative zur Integration von Menschen mit psychischen und körperlichen Handicaps

• Unterstützung ehrenamtlicher Betreuungsarbeit gestrichen

=> „Privat vor Staat“ schwächt die Schwächsten

• Keine Hilfe mehr für von Gewalt betroff ene Mädchen

• Kürzung der Frauenhausförderung um über 30 Prozent

• Infrastruktur kaputt gemacht: Koordinierungsstelle Frauen und Gesundheit, Landesfachstelle Frauen und Sucht sowie Regionalstellen Frauen und Beruf zerschlagen

=> Politik für Frauen findet nicht mehr statt

=> Hier zeigt Jürgen Rüttgers sein wahres, unsoziales Gesicht