Bürgerinitiative zur Erhaltung des Sportplatzes in Kreuzweingarten

Heute hat mich folgender Brief aus Kreuzweingarten und Rheder erreicht, der wohl auch an alle anderen Ratsmitglieder gegangen ist:

Sehr geehrter Herr Schubert,

vor wenigen Tagen haben die o. a. Ortsvereine erfahren, dass die Interessengemeinschaft “BBW” (Billig bewegt was) einen neuen Sportplatz, ein neues Dorfgemeinschaftshaus und einen Einstellplatz für ein Feuerwehrfahrzeug in Billig plant. Das Vorhaben soll von der Stadt Euskirchen errichtet werden. Zur Finanzierung dieses Billiger Projektes soll der Sportplatz in Kreuzweingarten als Bauland vermarktet werden. Erste Gespräche mit Vertretern der Stadt Euskirchen haben ohne Beteiligung der Ortsvereine von Kreuzweingarten und Rheder bereits im Januar 2011 stattgefunden.

So nicht mit uns!!!

Kreuzweingarten und Rheder braucht den Sportplatz für viele Aktivitäten der verschiedenen ortsansässigen Dorfvereine. Mit den Bürgern und auch den Verantwortlichen der Dorfvereine von Kreuzweingarten und Rheder hat niemand über das geplante Vorhaben gesprochen! Erst als der Turn- und Sportverein aufgrund von Gerüchten bei der Stadt Euskirchen vorstellig wurde, rührten sich die BBW´ler und luden uns zu einem Gespräch ein. Eine Einsicht in das Konzept wurde uns jedoch bis heute verwehrt.

Mittlerweile liegt dieses Konzept der Stadt Euskirchen vor und soll am 18.03. mit allen beteiligten Vereinen und der Stadt besprochen werden.

Wir alle benötigen den Sportplatz für die verschiedensten Veranstaltungen der einzelnen Dorfvereine. Traditionelle Veranstaltungen [...] könnten nicht mehr stattfinden. Die finanzielle Substanz für das weitere Bestehen einiger Vereine wäre stark gefährdet. Der Erhalt des Sportplatzes in Kreuzweingarten ist für das aktive Gemeindeleben in unserem Doppeldorf Kreuzweingarten-Rheder unerlässlich.

Wir wehren uns gegen die Pläne der BBW´ler, aus unserem Sportplatz ein Neubaugebiet zu schaffen und damit die Pläne dieser Interessengemeinschaft zu finanzieren. Unterstützen Sie uns, zeigen Sie den Verantwortlichen die Rote Karte.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung zum Wohle der Orte Kreuzweingarten und Rheder.

Mir war dieser Sachverhalt bisher nicht bekannt. Klar ist, dass die drei Orte nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Natürlich wünschen sich die Billiger einen Sportplatz, aber diesen darf dann im Gegenzug Kreuzweingarten und Rheder nicht wegnommen werden. Ich bin gespannt, wie das Treffen am 18.03. verläuft und werde die Angelegenheit weiterverfolgen. Auf der Tagesordnung in den politischen Gremien hatten wir das Thema jedenfalls noch nicht.

Keine Genehmigung für IMR

Der Kreis Euskirchen hat am heutigen Mittwoch bekanntgegeben, dass der Antrag der Firma IMR zur Errichtung einer Metallschredderanlage nicht genehmigt wird. Eine genaue Begründung wurde noch nicht verkündet, soll aber nächste Woche folgen. Unser Dank gilt Familie Keller und den vielen Unterstützern der letzten Wochen! Nur duch den massiven Bürgerprotest konnte die Ansiedlung verhindert werden. Es wäre wünschenswert, wenn es zukünftig bei dieser tollen Bürgerbeteiligung bleibt.

Stadtrat am 15.12.09: möglicherweise Veränderungssperre

Die Stadt Euskirchen hat heute die Tagesordnung für die nächste Ratssitzung am 15.12.2009 bekannt gegeben. Zwei Tagesordnungspunkte befassen sich mit dem Thema IPAS.

Konkrete Unterlagen sind leider noch nicht vorhanden, aber es ist aus den Überschriften ersichtlich, dass über eine Veränderungssperre des Bebauungsplanes im IPAS diskutiert werden soll. Außerdem bekommt der Rat die planungsrechtliche Stellungnahme der Stadt Euskirchen im Zuge des BImSch-Verfahrens der Fa. IMR zur Abstimmung vorgelegt.

Klaus Koch: BImSch-Antrag von IMR schlecht

Der Umweltexperte Klaus Koch vom Umweltnetzwerk Hamburg hat als Sachbeistand für den Bürgerverein Großbüllesheim und die Stadtratsfraktion der Grünen Euskirchen eine erste Analyse der BImSch-Unterlagen der Firma IMR durchgeführt. Dabei kommt er zu dem Ergebnis, dass die Gutachten unzureichend sind oder ganz fehlen und dass der Bevölkerung verschwiegen wurde, dass auch radioaktive Abfälle in nicht näher spezifizierten Arbeitsvorgängen bearbeitet werden sollen. Bisher sei man davon ausgegangen, dass durch die Radioaktivitätskontrolle am Firmeneingang verunreinigte Stoffe abgewiesen werden sollten. Dies sei aber wohl nicht der Fall.

Genauere Angaben werden erst mit Einreichung der persönlichen Einwände der Bevölkerung gemacht. IMR muss im Vorfeld über alles Bescheid wissen.
Übrigens: IMR beginnt nun auch abfällige Äußerungen über Herrn Koch in der Presse  zu positionieren. Scheinbar hat da jemand Angst, dass noch mehr Ungereimtheiten ans Tageslicht gelangen. Herr Koch scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Wir werden ihn weiter dabei unterstützen.

Info-Workshop mit Klaus Koch

Für Dienstag, den 01.12.2009 ist ein Info-Workshop des Bürgervereins Großbüllesheim und der Grünen Euskirchen mit dem Umweltgutachter Klaus Koch aus Hamburg geplant. Ziel ist es, Fragen zum Thema BImSch-Verfahren zu beantworten und allen Anwohnern Hilfestellungen für die persönlichen Einwände zu geben. Beginn ist um 17:30 Uhr im Pfarrsaal Großbüllesheim.
Die Grünen Euskirchen übernehmen, wie schon für die Bürgerversammlung in der Kirche, die Kosten für Herrn Koch, die sich mittlerweile auf deutlich über 1000€ belaufen. Für den Erörterungstermin benötigt der Bürgerverein Großbüllesheim jedoch trotzdem dringend Geldspenden, um eine gutachterliche Vertretung gewährleisten zu können. Ein zweckgebundenes Spendenkonto hat der Bürgerverein Kleinbüllesheim eingerichtet: www.bv-kleinbuellesheim.de.